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Kartenvorschlag Deutsches Reich: Flugstützpunkt Klasse (Flugzeugträger, Frachter)

Die Flugzeugkatapult - Schiffe Schwabenland, Ostmark, Friesenland und Westfalen gehörten vor dem Krieg der Lufthansa und wurden auf festen Positionen im Atlantik als \"Schwimmende Flugstützpunkte\" verwendet. Als der Krieg ausbrach wurden die Schiffe von der Luftwaffe eingezogen und verwendet um den Radius der eigenen Flugboote zur Fernaufklärung zu erhöhen. Die Schiffe wurden bei der Luftwaffe als Schleuderschiffe bezeichnet. Ich bin hier bei der Zivilbezeichnung geblieben, um sie von den anderen 3 Einheiten abzugrenzen, die ebenfalls als Schleuderschiffe bezeichnet wurden. Bei den 4 Schiffen handelte es sich um recht unterschiedliche Einzelbauten, so dass man auch 4 historische Einheiten ins Auge fassen könnte, aber da dass ja eh nie passieren würde, habe ich sie mal als Klasse zusammengefasst. ^^ http://blackserver.de/ramses/Flugst%FCtzpunkt%20Kopie.jpg

Autor: Madserk Beitrag gepostet am: 08.27.2020, 09:08 Uhr
Beiträge3
Gibt es hierzu noch evtl eine kleine Geschichtsstunde?? :)

Autor: Lucky Beitrag gepostet am: 08.27.2020, 13:08 Uhr
Dein Google - Fu ist schwach junger Grashüpfer! ;-) Ja ne klar, kann ich machen, aber heute Nacht um 3:00 ging da irgendwie nix mehr. ^^ Mach ich heute abend mal. Ist eine interessante, aber finstere Geschichte. Diese Schiffe nahmen im Gegensatz zu ihren kleineren Brüdern durch die Bank ein schlimmes Ende.

Autor: Madserk Beitrag gepostet am: 08.27.2020, 13:08 Uhr
Also... die Lufthansa hatte Beizeiten einen Postdienst von Europa nach Südamerika eingerichtet und benutzte dafür Dornier Flugboote der Typen Wal und Do 18. Da die Flugboote nicht die gesamte Strecke in einem Stück bewältigen konnten, lagen seit 1934 zwei zu schwimmenden Flugstützpunkten umgerüstete Frachter auf festen Positionen im Atlantik. Dies waren die Schiffe \"MS Westfalen\" und \"MS Schwabenland\". Nachdem die Lufthansa einige Erfahrungen mit diesen Umbauten gesammelt hatte, ließ sie speziell für diesen Zweck 2 weitere Schiffe bauen. 1936 lief die \"MS Ostmark\" vom Stapel.1937 wurde dann die \"MS Friesenland geliefert. Die Schiffe waren mit einem Kran und einem Katapult ausgerüstet und verfügten über eine Segeltuchanlage die im Wasser hinter dem Schiff lag und auf das die Flugboote hinaufgleiten konnten um an Bord gehoben zu werden. Es waren Ersatzteile, Flugbenzin, Tankanlagen und Wartungseinrichtungen an Bord. 1938 charterte die „Deutsche Antarktische Expedition” die Schwabenland und ließ für eine Antarktisexpedition umbauen. 1938 wurde die Schwabenland im Rahmen dieser Südpolarexpedition genutzt, deren Ziel war, in der Antarktis eine Basis für deutsche Walfangschiffe zu finden. Für diesen Zweck wurde bislang unbeanspruchtes Gebiet für das Deutsche Reich in Besitz genommen, das sogenannte Neuschwabenland. Die von der Schwabenland gestarteten Flugboote vom Typ Dornier Wal warfen dazu deutsche Flaggen über dem Eis ab und machten tausende Luftaufnahmen des Gebietes. Die Westfalen war, als Mutterschiff des Flugbootes D-ANHR, beim Aufstellen eines neuen Langstrecken-Weltrekords im März 1938 beteiligt. Bei Kriegsausbruch zog die Luftwaffe die 4 Katapultschiffe ein und ordnete sie den eigenen Schleuderschiffen bei. Damit begann der Leidensweg der 4 Lufthansaschiffe. Die Schwabenland wurde erst vor der französischen Küste und dann in Norwegen eingesetzt, bis sie 1944 von einem britischen U-Boot torpediert wurde. Es gelang das Schiff in flachem Wasser auf Grund zu setzen und später notdürftig zu reparieren. Fahrtüchtig wurde es aber nicht mehr, sondern musste geschleppt werden. Als die Schwabenland bei einem RAF Luftangriff erneut schwer beschädigt wurde, war ihre Karriere als Katapultschiff beendet. Sie diente bis Kriegsende als Lagerhulk und wurde dann von den Engländern konfesziert. Das Schiff das eine der berühmtesten Polarexpeditionen begleitet hatte versank am letzten Tag des Jahres 1946 mit 1400 Tonnen Giftgasmunition beladen im Skagerrak. Die Westfalen beteilligte sich beim Angriff auf Norwegen und blieb bis 1944 als mutterschiff für Fernaufklärungseinsätze in Norwegen stationiert. Dann trat sie unter dem Kommando der SS die Reise nach Deutschland an, mit 200 deutschen Soldaten und 80 norwegischen Kriegsgefangenen an Bord. Dabei lief das Schiff nacheinander auf 2 Minen und sank im September 1944. Die Ostmark wurde vom Krieg in einem portugisischem Hafen überrascht, sollte interniert werden und brach aus. Sie flüchtete nach Spanien wo sie 1 Jahr in einem Hafen lag und brach dann erfolgreich nach Frankreich aus. Als sie Ende 1940 nach Brest verlegte lief sie dem britischen U-Boot HMS Tuna vor die Rohre und wurde torpediert und versenkt. Die Friesenland wurde zunächst eingesetzt um nach Norwegen verlegende Fernaufklärer zu schleudern, damit diese weniger Brennstoff verbrauchten und die Strecke bewältigen konnten, bevor sie selber nach Norwegen verlegte um an der Fernaufklärung teil zu nehmen. Anfang 1941 verlegte sie nach Brest und beteilligte sich an der Seeaufklärung der Ein und Auslaufwege eigener U-Boote. Als sie Ende 41 nach Norwegen zurück verlegte wurde sie bei einem britischen Luftangriff das erste mal schwer beschädigt und in flachem Wasser auf Grund gesetzt. Es gelang das Schiff zu bergen und zu reparieren. Ende 1944 wurde die Friesenland zum zweiten mal bombardiert, diesmal von sowjetischen Fliegern und zerstört. Zwar gelang es erneut das Schiff auf Grund zu setzen, aber der Kriegseinsatz der Friesenland war beendet. nach dem Krieg wurde sie von den Engländern erbeutet und fuhr noch einige Jahre unter verschiedenen Flaggen als Frachtschiff. Technische Daten: \"MS Ostmark\" LxBxTiefgang: 79,80m x 11,25m x 7,72m Tonnage: 1280 BRT Maschinen: zwei MAN 10-Zylinder-Dieselmotoren, 2000 PS Geschwindigkeit max: 13,5 Knoten Aktionsradius: 9800 Seemeilen bei 13 Knoten Besatzung: 29 (seemännisch) + 18 (fliegerisch) Das Schiff hatte 11 Tanks für Flugzeugbenzin, jeder mit 17.000 Litern Fassungsvermögen. \"MS Westfalen\" LxBxTiefgang: 124,80x 16,06m x 8,52m Tonnage: 5098 BRT Maschinen: 1 Dampfmaschine mit 4 Kesseln und 3000PS Geschwindigkeit max: 12 Knoten Besatzung: Insgesamt 54 \"MS Schwabenland\" LxBxTiefgang: 148,80m x 18,40m x ???m Tonnage: 8188 BRT Maschinen: 2 Sechszylinder-4-Takt-Dieselmotoren mit 3600PS Geschwindigkeit max: 12 Knoten Besatzung: ? Die Schwabenland war das erste Handelsschiff das je mit einem Kreiselkompass ausgerüstet wurde \"MS Friesenland\" LxBxTiefgang: 140,50m x 15,56m x 8,24m Tonnage: 5434 BRT Maschinen: zwei 9-Zylinder MAN Dieselmotoren mit zusammen 5.800 PS Geschwindigkeit max: 16 Knoten Besatzung: 49 + 34 Durch die zahlreichen Umbauten bis Kriegsende soll die Verdrängung bis Ende des Krieges auf 11500 Tonnen angeschwollen sein.

Autor: Madserk Beitrag gepostet am: 08.27.2020, 13:08 Uhr
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